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Wovor ich am meisten Respekt hatte.

Moin lieber Leser dieses Blogs,
also ganz ehrlich, die letzten Wochen vor dem Start dieses Selbstversuches hatte ich ganz oft und ganz viele doofe Gedanken im Kopf. 
Dinge die sich für mich in den letzten Jahrzehnten als völlig normal dargestellt hatten und über die ich nie nachgedacht hatte, sind auf einmal ganz oft in meinem Kopf.
 Ein Beispiel gefällig?
 Ich bin ja so ein Kaffeejunkie. Meinen Kaffee trinke ich immer mit ganz viel Milch. In der Regel verbrate ich eine Stiege Milch pro Woche. Bis jetzt habe ich nie darüber nachgedacht. Jetzt auf einmal ist es eine zentrale Frage in meiner logistischen Einkaufsplanung.
 Eine Stiege Milch bekomme ich schwer per Fahrrad nach Hause. Lösung: Immer wenn ich an einem Supermarkt vorbeikomme halte ich an und kaufe zwei bis drei Tüten Milch. Die passen immer in meinen Rucksack uns somit kommt es zu keinem Milch-Engpass.
 Noch ein Beispiel gefällig? Grundsätzlich trinke ich ja sowieso immer zu wenig. Nein, ich meine jetzt nur alkoholfreien Getränke. Aber wie bekomme ich denn nun eine Kiste Wasser, Saft und andere Getränke ohne einen passenden Kofferraum mit vier Rädern nach Hause?
 Ein Problem… oder doch nicht. Normalerweise habe ich mich bis jetzt erfolgreich dagegen verwehrt online – Dienste im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Getränke in Anspruch zu nehmen. Letzte Woche hatte ich dann meine erste Bestellung aufgegeben.
 1 Kiste Wasser, 1 Kiste Sprudel, 1 Kiste Saft und noch irgendetwas… ach so Bier war’s. Die guten Leute haben mir das sogar an einem Samstag geliefert und ich habe mich wie ein kleines Kind darüber gefreut. Merkwürdig wie sich manche normalen Dinge des Alltags auf einmal so wunderbar anfühlen können.
 Die Intention dieses Paradigmenwechsels in meinem Kopf war und ist es ja, dass sich immer wieder ein paar Gewohnheiten die sich über die n-Jahre meines Lebens eingeschlichen haben hinterfrage und versuche diese zu verändern.
 In den letzten Jahren haben sich zum Beispiel-  als gelebte Realität – folgende Situationen eingeschlichen. 
Mein Telefon klingelt – “Herr Robert haben Sie am Freitag um 16:00 Uhr Zeit damit wir über “irgendetwas” reden können. Ist total wichtig” Meine Antwort: “Ja, natürlich” Danach erst schaue ich in meinen Kalender und stelle fest, dass ich eigentlich meiner Familie gesagt und versprochen hatte das ich um 20 Uhr daheim bin. (von Heilbronn bis nach Hause brauche ich in der Regel mit dem Auto 7 Stunden) OK denke ich mir, dann fährst du halte erst um 18:00 Uhr los. Dass ich es dann bis 20 Uhr nicht mehr pünktlich geschafft habe, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht mehr zu erwähnen.
 Jetzt, habe ich ein Zugticket und die Abfahrtzeit steht fest und der Zug wird nicht Stunden auf mich warten. Also arbeite ich jetzt viel intensiver an meinem “Sprachfehler” – Nicht nein sagen zu können. Ab jetzt muss ich besser planen.
 Das war’s dann mal für heute.
 Bleibt neugierig und vielleicht auch interessiert.
 Herzlich
 Torsten

 

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